Review: Year One – Aller Anfang ist schwer
Geschrieben von TeoDie Bibel wird auch das Buch der Bücher genannt. Es ist das am häufigsten verkaufte Buch weltweit. Doch wie muss man sich die Geschichten aus dem dicken Wälzer nun vorstellen? Die zahlreichen Autoren und Übersetze des Jahrtausende alten Schinkens haben sicher eine Menge weggelassen, hinzugedichtet, umgeschrieben und romantisch verklärt. Jack Black und Michael Cera versuchen mit Year One - Aller Anfang ist schwer (APL) einigen Stellen aus dem alten Testament mal etwas Leben einzuhauchen.
Die beiden Freunde Zed (Jack Black) und Oh (Michael Cera) sind die Loser ihres Urmenschen-Stammes. Zed überschätzt sich dauernd selbst und steht auf das hübscheste Weibsbild im Dorf, das jedoch dem starken Marlak gehört. Auf der Jagd kommt es schonmal vor, dass er ein Stammesmitglied mit einem Wildschwein verwechselt. Oh hingegen ist sanftmütig und klug. Er ist der Dorf-Geek und auf sein Konto gehen Erfindungen wie das Trinken aus ausgehöhlten Kürbissen. Er ist kein Jäger wie Zed, sondern sammelt mit den Frauen Früchte. Irgendwann hat Zed es satt sich den starken im Dorf zu unterwerfen und kostet von der Frucht der Erkenntnis. Damit überschreitet er ein wichtiges Gebot des Dorfes, scheint aber nichts gewonnen zu haben. Als die anderen Stammesmitglieder von seiner Tat Wind bekommen, schmeißen sie ihn aus der Siedlung. Während Zed eine Fackel mitnehmen will, zündet er versehentlich einige Hütten an und wird daraufhin von den anderen Dorfbewohnern gejagt. Oh folgt Zed in die Wildnis, weil seine Hütte abgebrannt ist und niemand anderes im Stamm ihn zu schätzen weiss (was bei Zed ebenfalls fraglich ist). Irgendwann treffen die beiden auf Kain und Abel, die soeben ein Opfer für ihren Gott dargebracht haben. Wir alle wissen, was Kain daraufhin tut, allerdings versucht er diesmal es Zed und Oh in die Schuhe zu schieben. Nachdem Sie Adam und sein Volk verlassen haben, begegnen Sie in der Wüste einem Sklaventransport. In den Käfigen befinden sich unter Anderem die ehemaligen Stammesmitglieder von Zed und Oh. Darunter auch Zeds Schwester Eema (Juno Temple), in die Oh verschossen ist, und Maya (June Diane Raphael), Zeds Flamme. Als sie erfahren, dass der Transport nach Sodom gebracht wird, machen sie sich auf zur Rettung.
Das Problem von Year One ist seine Story. Die durchaus brauchbare Anlage des Road-Movies durch das alte Testament bleibt gewissermaßen substanzlos. Zwar bekommt man die logischen Verquickungen der Reise von Oh und Zed auf die Reihe, leider baumelt ein Großteil der Geschichte aber trotzdem in der Luft. Die Komik des Films ist für die meisten Zuschauer sicher ebenso gewöhnungsbedürftig. Häufig fallen Witze unter der Gürtellinie oder werden mit brutaler Gewalt durchgeboxt. Das eigentliche Ende des Films ist leider auch etwas enttäuschend, weshalb ich mich freute eine Alternative dazu in den Extras der DVD gefunden zu haben, die wesentlich interessanter gewesen wäre. Hätte man den Plot sehr viel näher an der Bibel orientiert und hätte einige subtilere Anspielungen eingebaut, wäre Regisseur Harold Ramis (bekannt für Und täglich grüßt das Murmeltier oder als Egon Spengler in Ghostbusters) sicher zu mehr Ruhm gekommen. Weiterhin wäre es vorstellbar gewesen das Ganze als Parodie von 10.000 B.C. anzulegen. So wie Year One tatsächlich ist, fehlt die gewisse Würze.
Mir persönlich gefällt der ursprüngliche und ehrliche Humor von Jack Black, weshalb ich Year One durchaus mit Spaß gesehen habe. Der Streifen ist aber leider nichts für Leute, denen es etwas ausmacht nicht zu wissen, worum es den Figuren eigentlich geht und in welche Richtung die Handlung verlaufen wird. Auf jeden Fall sollte man das alternative Ende und die herausgeschnittenen Szenen aus den Extras anschauen, wenn man schonmal dabei ist. Year One kann jetzt vorbestellt werden und ist ab dem 11.02. lieferbar. In der Ausleihe ist der Film schon ein paar Wochen verfügbar.
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Mein Lieblingsfilm: Kings of Rock – Tenacious D
Geschrieben von TeoDas ist er nun, mein Lieblingsfilm. Für manche Leser ist es vielleicht überraschend, dass es sich um einen Musikfilm und nicht um Die Simpsons - Der Film handelt. Nein, es ist Kings of Rock - Tenacious D mit Kyle Gass und Jack Black. Das männlichste Film-Musical der letzten Jahre. Es handelt sich hier keinesfalls um den besten Film, den ich je gesehen habe, aber um einen, der mir immer wieder richtig viel Spaß bereitet. Die folgende Rezension ist deshalb auch absolut subjektiv.

Die Geschichte des Films dreht sich um JB, der aus seinem christlichen Elternhaus ausbricht um Rockstar zu werden. Ein Poster von Ronnie James Dio teilt ihm mit, er würde in Hollywood einen ebenso begnadeten Musiker finden und mit ihm die beste Band der Welt gründen. Als er nach zahlreichen Fehlversuchen in Hollywood L.A. landet, trifft JB am Muscle Beach auf KG, der dort Gitarre spielt und zunächst sehr abweisend ist. JB macht allerdings insgeheim durch sein Gesangstalent Eindruck auf ihn. In der folgenden Nacht wird der einsam auf einer Parkbank schlafende JB von einer Gang heimgesucht. KG beobachtet das Spiel und behauptet hinterher ihn gerettet zu haben. Aus Mitleid und Einsamkeit nimmt KG Jables mit in seine Wohnung. Er behauptet eine große Nummer im Showgeschäft zu sein und beginnt damit JB zu trainieren. Mithilfe des Gig-Simulators, Fernseh-Fernbedienungs-Wettkampf und Ständer-Stützen wird Jables auf das Leben eines Rockstar vorbereitet. Als klar wird, dass Kage gar keine Kontakte zur Branche hat und vom Geld seiner Eltern lebt, die ihm jetzt den Hahn zudrehen, geraten die beiden in Streit. Da KG von den letzten Ersparnissen nicht die Miete, sondern eine Gitarre für JB bezahlt hat, raufen sie sich wieder zusammen und wollen durch einen Bandwettbewerb ihre Finanzen aufbessern. Weil sie dort abstinken versuchen sie das Geheimnis großer Rockstars zu ergründen und stoßen dabei auf das Plektron des Schicksals.
Für mich hat dieser Film alles, was man zum Spaßhaben braucht: Gute Musik mit teils sehr kranken texten, albern-pubertärer Humor, das epische vom Kampf Gut gegen Böse und unzählige Anspielungen auf andere Bands, Filme und Fernsehserien. Die Gastauftritte von Meat Loaf, Dio und Dave Grohl verpassen dem Streifen dann noch den letzten Schliff. Man merkt den Gesangseinlagen und den Texten die Liebe von Jack Black und Kyle Gas zum Rock'n'Roll an. Ihre selbstgeschriebenen Lieder, die häufig Zitate bekannter Rocksongs enthalten oder aber ziemlich skurrile Themen behandeln, nehmen dabei immer wieder die alten Klassiker auf's Korn. Das setzt sich in den Dialogen des Films fort. Zitiert werden Clockwork Orange, Matrix oder Star Wars. Nicht umsonst spielt ein Teil des Films im Rock and Roll-History Museum. Tenacious D wollen mit Kings of Rock ihren Vorbildern, den großen Rockern, huldigen.
Auch in School of Rock findet man diese Liebkosungen. Und auch, wenn der kommerzielle Erfolg dieses Films in Deutschland größer und die Produktion etwas professioneller war, ist Kings of Rock mein Favorit. Der Film hat Herz und ist durch die ständige Selbstironie authentisch.
(Wenn ihr in einem bekannten Videoportal nach einem deutschen Trailer zum Film sucht, lasst euch nicht von der Synchronstimme von Kyle Gass oder dem deutschen Gesang von Jack Black abschrecken. Im Film werden alle Songs in der englischen Originalfassung wiedergegeben und Kages Stimme ist wesentlich besser, als im Trailer.)
Wie bei jeder neueren Filmkritik auf Teo-Net auch hier die
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