Teo-Net Doppelt gestreift hält besser

25Jan/102

Review: Wie das Leben so spielt

Geschrieben von Teo

Was passiert, wenn ein Comedian erfährt, dass er todkrank ist? Eigentlich eine interessante Frage. Wie geht jemand mit dem Thema Tod um, der von Berufswegen komisch sein muss? Leider zeigt Wie das Leben so spielt (APL), dass nichts, aber auch gar nichts passiert.

Der allein lebende Komiker George Simmons erhält die Diagnose todgeweiht. Er hat eine Krankheit, die mit Leukämie verwandt ist. Gängige pharmazeutische Produkte sollen wirkungslos sein, weshalb George einwilligt experimentelle Medikamente zu testen. Diese sollen bei etwa 8% der Probanden positive Ergebnisse erzielen. Beeinflusst von dieser schlechten Nachricht legt er eine äußerst depressive Show im Comedy-Club The Improv hin. Ira Wright, ein erfolgloser Stand-Up-Comedian tritt nach ihm auf und macht sich über Georges schlechte Stimmung lustig. Am nächsten Tag erhält Ira dann einen Anruf von George mit einem Jobangebot. Er soll Georges persönlicher Assistent werden und für ihn Gags schreiben. Nachdem das eine Zeit lang recht gut funktioniert weiht George Ira in seine Krankheit ein. Niemand sonst darf davon wissen. Sie machen gemeinsam Arztbesuche und Ira übernachtet bei George. Später überredet Ira George dazu auch Familie und Bekannten von der Krankheit zu erzählen. Dabei nimmt George auch Kontakt zu seiner Jugendliebe Laura auf. Diese ist mittlerweile verheiratet und hat zwei Kinder. Die alte Liebe flammt wieder auf, da Lauras Ehemann häufig auf Geschäftsreisen ist und ebenfalls im Verdacht steht eine Affäre zu haben.

Die technische Umsetzung des Films ist in Ordnung. Die Schauspieler nuscheln ab und an allerdings etwas stark. Die Witze der Comedians beschränken sich in den meisten Fällen auf den Genitalbereich, was spätestens nach dem dritten mal bereits unlustig ist. Die beiden parallelen Liebesgeschichten von Ira und Dasy, sowie George und Laura werden ganz gut eingefädelt aber etwas zu stark vernachlässigt. Auch das Herumgehacke auf der Herkunft von Lauras Ehemann, der Australier ist, macht nur kurz Spaß.

Wie das Leben so spielt ist ein Paradebeispiel dafür, wie man einen interessanten Stoff durch langatmige, aber belanglose Dialoge zu Grunde richten kann. Es kam bei uns schnell das Gefühl auf, der Film wäre doppelt so lang, wie er tatsächlich war. Hätte man den Film auf weniger als 2 Stunden eingedampft, hätte er vielleicht zu mehr getaugt. Ich hatte allerdings auch mit mehr Komödie und weniger Tragik gerechnet, schließlich haben wir es hier mit Adam Sandler zu tun. Der Streifen ist also nichts für einen kurzweiligen DVD-Abend unter Freunden. Um ihn genießen zu können benötigt man einen langen Atem und Freude an dieser Art eine Geschichte zu erzählen.

Links zum Film



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Kommentare (2) Trackbacks (0)
  1. In letzter Zeit haben seine Filme etwas geschwächelt, aber ich schaue immer absolut gerne SPIEL OHNE REGELN. Sogar öfters.

  2. Spiel ohne Regeln macht wirklich Spaß. Auch Klick! und frühere Filme wie Little Nicky oder Mr. Deeds fand ich damals ziemlich in Ordnung. Wie das Leben so spielt ist aber leider ein Reinfall.


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