Fast wie Politiker: Symbolismus
Geschrieben von TeoDer Impressionismus war nicht der einzige Stil, der sich zur Jahrhundertwende vom bis dahin gültigen Kunstbegriff verabschiedete. Es entwickelten sich zahlreiche eigene Philosophien und deren Ausdrucksweisen in der bildenden Kunst. Darunter auch die Richtung des Symbolismus.
Die Künstler des Symbolismus warfen dem gängigen Kunstverständnis des Realismus vor, nicht in das Wesen eines Motivs vorzudringen. Es werde zwar die Oberfläche teils fotorealistisch abgebildet, das reiche aber nicht. Der Symbolismus drehte den Spieß um. Was hier zählt ist eine Idee. Diese wird nie konkret abgebildet, sondern immer nur indirekt durch Symbole dargestellt. Die Ausdrucksformen dieser Theorie umfassen ein sehr großes Spektrum, weshalb man Bilder und Skulpturen des Symbolismus nicht immer direkt einordnen kann. Die offensichtlichen Motive orientieren sich allerdings meistens an Vorbildern aus der Antike oder biblischen Szenen. Der angedeutete und konstruierte Kern dieser Symbole befasst sich in vielen Fällen mit Reinheit, dem Edlen oder dem Erhabenen. Es waren aber auch Meditationen oder Abbildungen von Gefühlen üblich. Der Name dieser Richtung entstammt dem symbolistischen Manifest vom französischen Dichter griechischer Abstammung Jean Moréas.
Der Symbolismus gilt als eine wichtige Zwischenstufe vom Realismus bzw. dem Naturalismus zum Expressionismus und verwandten Kunstformen. Häufig wird im gleichen Atemzug mit dem Symbolismus auch der Jugendstil genannt. In Deutschland stach vor Allem Franz von Stuck als Symbolist hervor.
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