Musik kostenlos und legal hören mit Spotify
Geschrieben von TeoRaubkopien zehren angeblich an den Einnahmen der Musikindustrie. Sie schwächelt und stirbt einen enorm langsamen Tod seit Einführung erschwinglicher Blanko-Musik-Kassetten in den 60ern. Das Internet hat alles dann noch viel schlimmer gemacht. Die Musikkonzerne überdenken deshalb ihre Geschäftsmodelle. Wo die einen jedoch einen gehörigen Teil ihrer Einnahmen nun aus Abmahnungen für Rechteverletzer generieren, versuchen die anderen tatsächliche Innovation zu schaffen.
Schwedische Entwickler haben in den skandinavischen Ländern, Spanien, Frankreich und Großbritannien ihren Dienst Spotify etabliert. Ähnlich wie bei der Radio-Funktion von last.fm lässt sich damit Musik auf den eigenen Rechner streamen. Allerdings mit dem Unterschied, dass sich gezielt nach Interpreten, Alben oder einzelnen Songs suchen lässt.
Zu einem Titel wird, wie es sich gehört, auch immer ein passendes Cover angezeigt. Man kann in Songs umherspringen, wie es einem gefällt und Dinge wie Shuffle und Repeat gehören ebenfalls zu den Standardfunktionen. Ausserdem lassen sich Playlists erstellen, die an andere Spotify-Nutzer weitergegeben werden können.
Wer gerade keine Lust auf einen bestimmten Song hat, kann das eingebaute Radio von Spotify nutzen. Dort legt der Nutzer ein oder mehrere Genres, sowie die Jahrzehnte fest, aus denen er Musik genießen will. Auch in diesem Modus lässt sich in Liedern vor und zurück spulen oder schnell mal ein Lied überspringen. Bei vielen Titeln ist es ausserdem bereits möglich ihn direkt aus Spotify heraus als MP3-Datei zu kaufen.
Ein kostenloses Programm um Musik kostenlos hören zu können ist zu schön um wahr zu sein? Stimmt. Ganz kostenlos ist Spotify nicht, denn für Nutzer der "Free-Version" wird optische und akustische Werbung eingeblendet. Gerade die Werbeunterbrechungen der Musik können schon recht störend sein, zumal sie meist für britische Angebote sind. Mit dem Kauf eines Premium-Accounts ist dies jedoch umgehbar. Ein zweiter Knackpunkt ist, dass Spotify in Deutschland noch gar nicht verfügbar ist. Wer die Seite des Dienstes aus deutschen IP-Landen besucht, wird vertröstet. Weiterhin benötigt man normalerweise eine Einladung um einen Account erstellen zu können.
Natürlich berichte ich nicht von einem solchen Programm, ohne es selbst getestet zu haben. Mit diversen Basteleien lassen sich IP-Grenzen und Einladungszwang nämlich wunderbar umgehen. Eine Zusammenfassung zu den Möglichkeiten, die Spotify auch im Bezug auf Plug-Ins bietet, findet ihr bei aptgetupdate.de. Für den kleinen IP-Trick empfehle ich diese Website. Ich selbst bin übrigens über eine Einladung durch den Chusmaniac zu Spotify gekommen, den ich hier ehrenhalber nochmal erwähnen möchte.
Ich hoffe inständig, dass das volle Spotify-Programm demnächst auch ganz ohne Fummelei in Deutschland verfügbar sein wird. Soweit ich das überblicken kann, ist die Nutzung genannter Tricks legal und die Tatsache, dass sich Deutsche Künstler wie Herbert Grönemeyer, Pur oder Silbermond unter den verfügbaren Songs finden, legt die Vermutung nahe, dass man auch auf deutsche Kundschaft wert legt.
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