Teo-Net Doppelt gestreift hält besser

27Dez/097

Filmvorhersage für das erste Halbjahr 2010

Geschrieben von Teo

Das waren die Nachrichten. Nun folgt die Filmvorhersage für das erste Halbjahr 2010 mit Ben Filmvogel.

Im Januar zieht von Hollywood eine Fantasy-Front auf. Im letzten Film mit Heath Ledger verkauft Dr. Parnassus seine Tochter für die Unsterblichkeit. Regisseur Terry Gilliam, ein Ex-Mitglied von Monty Python, konnte ausserdem Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell engagieren, die Heath Ledgers Part im Film vollenden.

Das Tiefdruckgebiet Stephenie Meyer sorgt auch im Januar für ein Ansteigen der Vampierkonzentration im Kino. Im Mitternachtszirkus wird der junge Darren zum Nachtschwärmer ausgebildet. Es handelt sich um die Verfilmung des Piloten einer zwölfteiligen Jugendromanreihe von Darren O’Shaughnessy, die von 2000 bis 2006 erschienen ist.

Starke Metall- und Siliziumniederschläge bringen uns in diesem Monat ausserdem einen vollbärtigen und fetten Bruce Willis auf die Leinwand. In Surrogates geht niemand mehr selbst auf die Straße, sondern steuert von zuhause aus ein stählernes Alter Ego durch die Welt. Die Mordrate sinkt und die Welt wird eine bessere - Bis die echten Menschen sterben.

Der Februar beginnt mit leichtem Satire-Nebel. Der Regisseur von Thank your for Smoking ruft Glatteis hervor, dass diesmal Manager ins Schleudern bringt. Leichte Turbulenzen bringen das Leben des Vielfliegers und professionellen Rausschmeissers Ryan, gespielt von George Cloony, durcheinander.

In der Mitte des Monats erwarten wir den Peter Jackson-Sturm mit der Verfilmung eines Fantasy-Thrillers zwischen Leben und Tod. Ihren Himmel zeigt uns Susie Salmon, die ihrem Vater bei der Aufklärung ihres eigenen Mordes behilflich sein will, der von Mark Wahlberg gespielt wird.

Ungewöhnlich hart für diese Jahreszeit wird wohl der nukleare Wintereinbruch ausfallen. Denzel Washington vermöbelt zum Schutze eines Buches, das die Menschheit retten soll, allerlei Strahlungsgeschädigte. The Book of Eli stammt von den Hughes-Brüdern, einem Zwillingspaar aus dem Ghetto von Detroit.

Im März sind massive Hut-Niederschläge zu erwarten. Tim Burton bringt den Kampf von Alice mit der roten Königin um das Wunderland auf die Leinwand. Johnny Depp wird wahnsinniger als Willy Wonka und hat wiedermal Helena Bonham Carter an seiner Seite.

Eine kalte Horror-Front zieht anschließend über Deutschland hinweg. Renée Zellweger bearbeitet diesmal keine Schokolade, sondern ihren Fall 39. Dabei rettet sie als Mitarbeiterin der Volksführsorge ein kleines Mädchen aus dem Haus ihrer Eltern. Kurz darauf kommt es zu einigen Todesfällen. Fall 39 stammt von Pandorum-Regisseur Christian Alvart.

Auch im April verzieht sich das gruselige Wetter nicht. Es ist mit Schnupfen und Zombifizierung zu rechnen. In The Crazies beginnen ganz normale Menschen plötzlich ihre Familie oder Freunde umzubringen und wissen nicht wieso. Bei manchen ist man nichtmal sicher, ob sie überhaupt noch etwas wissen. Es handelt sich um ein Remake des Films Crazies von 1979.

Der Mai bringt eine erhöhte Gefahr von Wildwechsel mit sich. Der fantastische Mr. Fox legt sich mit Bauern und Industriellen an, die seinem Wald an den Kragen wollen. Es kann davon ausgegangen werden, dass der ausgefuchste Fuchs von Tollwut befallen ist, bitte seien sie vorsichtig und lachen sie sich nicht zu Tode!

Nicht ganz so fantastisch ist es im post-apokalytischen Amerika. Durch dieses zieht Viggo Mortensen mit seiner Frau und seinem Sohn in The Road. Der Trailer wirkt ein wenig wie ein dreckiger Mad Max im verregneten England. Fiese Rüpel sorgen nämlich auch hier für Stress im Anti-Paradies.

Sandstürme erreichen uns gegen Ende des Monats. Dann kommt das Computerspiel Prince of Persia auf die Kinoleinwand. Der Disney-Film wird von Jerry Bruckheimer produziert und soll an Erfolge wie Pirates of the Caribbean anknüpfen.

Der Juni wird sehr milde. Das Sommrloch gibt es eben auch im Kino. In Repo Men handelt ein Unternehmer mit künstlichen Organen. Wer die Raten plötzlich nicht mehr abstottern kann oder will, bekommt dann Besuch von Jude Law, der die lebenswichtigen Gerätschaften dann mit recht rabiaten Methoden wieder entfernt. Der Filmtitel spielt auf die Komödie Repo Man aus den Achtzigern an.

Das warme Wetter treibt die Mutanten und Verrückten aus ihren Löchern. In Splice kreuzen zwei Wissenschaftler tierische und menschliche DNA. Dabei entsteht ein kleiner, niedlicher, mäuseähnlicher Nackedei, der schnell zu einem Menschenfresser heranwächst.

Später im Jahr erwarten wir weitere Hochdruckgebiete im Kinosaal.



Aus dem Archiv:

  1. Review: Alice im Wunderland
  2. Review: Das Kabinett des Dr. Parnassus
  3. Review: Mitternachtszirkus
  4. Review: Soul Kitchen
  5. Film: Prince of Persia: Der Sand der Zeit

Kommentare (7) Trackbacks (0)
  1. Nette Zusammenfassung. Auch wenns gegen Ende irgendwie.. von Richtung Fantasy nur noch in Richtung Thriller und Horror geht.
    Sieht die Kinolandschaft wirklich so aus oder ist die Zusammenstellung deiner präferierten Filme nur etwas abgetriffet? ;)
    lg

  2. Du hast Iron Man 2 vergessen.
    2. Mai 2010
    Wird hoffentlich eines der Highlites des Jahres

  3. Natürlich ist das nicht vollständig. Gerade gegen Ende des Zeitraums fehlen einfach Trailer und umfassendere Infos inklusive Kinostart. Ich bin sicher im Laufe des Jahres kämen noch weitere Highlights dazu. Ausserdem wollte ich die Liste ja nicht zu lang machen.

    Neben Iron Man 2 fehlen zumindest noch Wolfman und Robin Hood, aber darüber wird man in den nächsten Wochen ohnehin lesen.

  4. http://www.youtube.com/watch?v=U2hlpW9PBQM <- was wird das für ein Film? xD

    Ansonsten kann ich sehr folgende Übersicht empfehlen:
    http://www.filmstarts.de/kritiken/vorschau/

  5. yeah, da sind paar meiner Lieblingstrailer dabei
    ich bin auf THE ROAD gespannt

  6. Ich freue mich auf das neue Jahr, werde mit Sicherheit wieder viel Zeit im Kino verbringen. Freue mich besonders auf Prince of Persia und The Road! :)

  7. Bei Prince of Persia bin ich noch unschlüssig. Ich fand auch Tomb Raider und Resident Evil nicht unbedingt gelungen, wobei mir letzteres noch besser gefiel als die Lara Croft-Filme. Auf “The Road” freue ich mich mehr, als es vielleicht im Artikel rüberkam. Das erinnert tatsächlich sehr an Mad Max.
    “Unverbesserl Ich” ist ja schon ein ganz schön blödes Wortspiel. Von dem Film habe ich zuvor noch gar nichts gehört. Ich tippe mal auf einen Streifen auf dem Niveau von “Monsters vs. Aliens”.

    EDIT: Die Filmfreunde haben heute zwei Trailer zu “Unverbesserl Ich” verlinkt. Scheint doch ein interessanter Film zu werden: http://www.fuenf-filmfreunde.de/2010/01/06/zwei-despicable-me-trailer-die-tatsachlich-ganz-lustig-aussehen/


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