Teo-Net Doppelt gestreift hält besser

10Mai/120

Erfahrungsbericht: Lovefilm.de

Geschrieben von Teo

Immer nur über die blöden Film- und Serien-Dealer jammern, die hierzulande den Fortschritt verpennen und Abmahnungen der Befriedigung ihrer potentiellen Kundschaft vorziehen, kann nicht alles sein. Mittlerweile gibt es auch in Deutschland ein paar Dienste, die erkannt haben, dass das Geld auf der Straße liegt und sie nur ein passendes Angebot machen müssen, um es einzusammeln. Ein Mitbewerber dieses Segments ist Lovefilm.de. Das Amazon-Unternehmen rührt gerade mächtig die Werbetrommel um bekannter zu werden und haut im Zuge dessen regelmäßig vergünstigte Abos per Gutschein in Amazon-Tagesangeboten raus. Einen davon habe ich mir geschnappt und kann so für 18,99€ jetzt 6 Monate Lovefilm.de testen. Dies ist ein Erfahrungsbericht, der etwa einen Monat umfasst.

Zunächst zu den harten Daten: Lovefilm.de bietet ca. 55.000 DVD und Blu-ray zur Ausleihe an. Davon sind etwa 50.000 Titel DVD und 5.000 Blu-ray. Das Angebot umfasst sowohl aktuelle und weniger aktuelle Spielfilme, Fernsehserien und Dokumentationen. Dazu bekommt man je nach abgeschlossenem Abo den Zugriff auf eine Online-Videothek. Dort werden derzeit ca. 1.600 Titel per Video on Demand, also direktem Abspielen via Stream angeboten. Hier gibt es ebenfalls Filme, Serien und Dokus.

Das Hauptaugenmerk lege ich zunächst mal auf die harten Datenträger und deren Ausleihe. Um einen Film auszuleihen, fügt man ihn einer Leihliste hinzu. Innerhalb dieser Liste lassen sich die Filme in 3 Prioritäten einteilen. Aus dieser Liste wird dann von Lovefilm ein Titel ausgewählt und dem Kunden per Post zugeschickt. Man erhält einen kleinen Papier-Umschlag, der auch für die Rücksendung benutzt wird. Porto zahlt man dafür nicht mehr, das ist vorgedruckt. Ist ein Titel wieder bei Lovefilm angekommen, wird einem das auf der Website angezeigt und der nächste Film auf der Leihliste wird losgeschickt.

Die Ausleihe per Post funktionierte in meinem Test erstaunlich gut. Mit meinem Abo, der Flatrate 1, wollte ich testen, wie viele Filme ich in einem Monat ausleihen kann, um dann zu entscheiden, ob mir das nächst kleinere Angebot, in dem die Ausleihe auf 4 Titel im Monat beschränkt ist, vielleicht sogar reichen könnte. Ich habe also häufiger Filme direkt am Tag ihrer Ankunft geguckt und wieder in den Briefkasten geworfen. Durch diverse Feiertage (und eine verloren gegangene DVD, dazu später mehr) wurde das Ganze natürlich etwas verzögert, sodass ich am Ende auf 6 Filme innerhalb des Monats April gekommen bin. Werktags geht alles recht flott. Wenn ich den Briefkasten unserer Hauptpost genutzt und vor der Spätleerung eingeworfen habe, war der Film am nächsten Tag bei Lovefilm und der nächste wurde direkt wieder losgeschickt. Meist war der dann am folgenden Werktag bei mir im Briefkasten. Konkretes Beispiel: Buried habe ich am Sonntag, dem 15. April in den Briefkasten geworfen. Montags zeigte mir die Website an mein Film sei bei ihnen eingegangen und am Dienstag, dem 17. kam die nächste DVD. Lovefilm empfiehlt für einen reibungslosen Ablauf zunächst eine Leihliste mit 30-50 Titeln anzulegen. Meine hatte am Anfang ca. 40 Titel, von denen ich etwa 10 mit der Priorität "hoch" angegeben habe. Darunter waren neuere und ältere Filme, Blockbuster und Dokumentationen. Auf Serien habe ich verzichtet, weil bei Lovefilm jede DVD als einzelner Titel gilt. Das heisst: Filme mit Bonus DVD oder Staffelboxen werden aufgeteilt und kommen nicht gleichzeitig bei einem an. Bisher wurden mir ausschließlich Titel mit der hohen Priorität zugeschickt, was mich einigermaßen davon überzeugt, dass das System funktioniert.

Glücklicherweise (ja, das ist ernst gemeint) ist einer der Filme verloren gegangen. Dadurch habe ich nun auch Erfahrungen damit, was passiert, wenn es mal nicht so läuft wie gewünscht. Nachdem ich den Film eingeworfen hatte, hörte ich tagelang nichts von Lovefilm, obwohl ich eingestellt hatte, dass bei Ankunft des alten Films eine Eingangsbestätigung an mich per Mail gesendet werden sollte. Ich fuchste mich also durch die FAQ und die Problem-Seiten von Lovefilm und konnte dort dann angeben, dass der Film in der Post verloren gegangen ist. Dabei musste ich den Briefkasten nennen, in dem der Film gelandet war. Noch am selben Tag wurde der Status des Films geändert und der nächste auf der Liste losgeschickt. Bis heute weiss ich leider nicht, ob die DVD doch noch bei Lovefilm eingegangen, oder ob sie tatsächlich verschwunden ist. Wichtig ist allerdings sicherlich, dass an mich keinerlei Kosten wegen der DVD herangetragen worden sind.

Das zweite Standbein von Lovefilm ist das Video on Demand-Angebot. Hier werden Filme und Serien zum direkten ansehen bereitgestellt. Im Augenblick gibt es da etwa 1.600 Titel. Bei Beginn meiner Mitgliedschaft stand diese Zahl noch bei ca. 700. Hier wird also massiv ausgebaut. Das größte Hemmnis vermute ich hier bei irgendwelchen Lizenz-Quälereien, denn Filme scheinen auch wieder aus dem Angebot zu verschwinden. An einigen Titeln gibt es sogar eine Anzeige, die einem sagt, wie lange der Film noch verfügbar sein wird. Sehr wenige Titel sind nur gegen eine zusätzliche Gebühr anzusehen, die nicht von meinem Ausleihpaket abgedeckt wird. Das sind aktuell allerdings nur Real Steel und The Help. Bis vor kurzem stand in dieser Liste auch noch Fright Night, der aber nun komplett aus dem VoD verschwunden ist. Real Steel hingegen war bis vor wenigen Wochen ohne Zuzahlung anzugucken. Es ist offensichtlich, dass auch die Serien dem Dienst Probleme bereiten. So ist es zwar löblich, dass man z.B. alle Folgen Lost und die ersten beiden Staffeln Doctor Who gucken kann, allerdings ist das Angebot hier überhaupt nicht sortiert. Beispielsweise wird die 1. Staffel Doctor Who explizit in der Menü-Übersicht aufgeführt, die 2. findet man aber nur wenn man sich durch alle BBC-Sendungen klickt. Schlimmer ist nur, dass einzelne Episoden der Serien sich unter das Film-Angebot mischen. Beim Klick auf den allgemeinen (nicht explizit serienbezogenen) Menü-Punkt "Science Fiction und Fantasy" muss man sich so zunächst durch tonnenweise Lost- und Legend of the Seeker-Folgen quälen, zwischen die sich ein paar Filme gemischt haben. Hier muss also definitiv nachgebessert werden um das Ganze leichter nutzbar zu machen.

Ich könnte jetzt auch noch am Kino orientierten Magazin-Teil rummäkeln oder an den wenigen Community-Funktionen, aber der Artikel hier wird nun doch etwas länglich. Deshalb gebe ich nur noch schnell mein vorläufiges Fazit ab: Lovefilm.de (wenn ihr euch über diesen Link anmelden solltet, bekomme ich eine kleine Prämie) hat derzeit ein gutes Angebot im Bereich des Disc-Verleihs, das durchaus mit der örtlichen Videothek konkurrieren kann. Es scheint sich optimal dafür zu eignen Klassiker und Liebhabertitel nachzuholen (hier nochmal meine 100 Filme-Liste als Lovefilm-Kollektion). Im VoD-Bereich gibt es dagegen noch einigen Nachholbedarf. Das Angebot müsste vergrößert und die Navigationsmöglichkeiten verbessert werden. Ob ich den Dienst nach Ablauf meines Gutscheins weiter nutzen werde, hängt stark davon ab, wie sich hier das Angebot entwickeln wird. Ich bin gespannt.


5Mai/120

Film: Die Farbe

Geschrieben von Teo

Ein Horror-Film aus Deutschland, basierend auf einer Erzählung von H. P. Lovecraft und dann noch als Indie-Produktion. Kann das funktionieren? Die Verfilmung von Lovecraft'schen Geschichten ist bisher nie wirklich gelungen. Ob aktuelle Beispiele wie Dagon oder ältere Semester wie Re-Animator: Keiner hat es geschafft die besondere Erzählweise und die intensive Atmosphäre der Texte einzufangen und auf seine Bildsprache zu übertragen. Bei Die Farbe scheint dies durchaus geklappt zu haben.

Lovecrafts Horror basiert, ähnlich wie Hitchcocks, auf Suspense. Die Stimmung wird dermaßen gespannt, dass der Leser jeden Moment mit der Katastrophe rechnet. Es gibt selten explizite Szenen von Verstümmelung oder Gemetzeln. Das Hauptaugenmerk liegt in der Regel auf einem Erzähler, der im Verlauf der Geschichte langsam aber sicher dem Wahnsinn anheim fällt. Das ist für heutige Kinobesucher oft zu seicht, weshalb Filme wie Vertigo für jüngere Zuschauer oft eher ermüdend sind. So hat man dann bei Dagon, der Verfilmung von Schatten über Innsmouth auch ordentlich Kunstblut, Schleim und Titten eingefügt. Die Produktion von Die Farbe zielte allerdings nicht auf möglichst viele Zuschauer ab, sondern hatte es sich zum Ziel gesetzt, den Horror im Stile Lovecrafts auf die Leinwand zu bringen. Dabei erlaubte man sich durchaus einige Freiheiten gegenüber dem Originaltext, die wohl großteils dem geringen Budget zu schulden sind.

Die Farbe beginnt damit, dass der Amerikaner Jonathan Davis (Ingo Heise) sich irgendwann in den 1970ern auf die Suche nach seinen vor 2 Wochen verschwundenen Vater macht. Seine Suche führt ihn in ein bayrisches Dorf, in dem sein Vater nach dem 2. Weltkrieg stationiert war. Hier trifft er auf Armin Pierske (alt: Michael Kausch, jung: Marco Leibnitz), der seinen Vater kurz nach Kriegsende getroffen haben will. Pierske erzählt Davis von den schrecklichen Erlebnissen, die die beiden Männer gemeinsam erlebt haben. Alles begann mit einem mysteriösen Meteoriten, der in den 1930er Jahren in der Nähe des Hofes der Familie Gärtener eingeschlagen war. Pierske erzählt von den Wissenschaftlern, die versuchten das unbekannte Material zu untersuchen und dabei kläglich scheiterten, von den riesenhaften Früchten, über die sich die Gärteners im Anschluss an den Einschlag freuen durften und die Geisteskrankheit von Frau Gärtener. Die Details reihen sich aneinander und entfalten ihren ganzen Schrecken erst nachdem Pierske fertig ist.

Lovecrafts ursprüngliche Geschichte spielt natürlich nicht im Schwabenland, sondern in seinem immer gern verwendeten, aber vollkommen fiktiven Lovecraft Country, genauer: In einem Ort vor der Stadt Arkham. Die Farbe dagegen wurde hauptsächlich in der Nähe von Schwäbisch Hall in einem Freilichtmuseum gedreht. Im Grunde ist es für die Geschichte aber unerheblich, ob sie nun in den U.S.A. oder Deutschland stattfindet.

Viel wichtiger bei solchen Produktionen ist die Glaubwürdigkeit der Darsteller. Viele Zuschauer sind gerade bei deutschen Produktionen sehr kritisch, was deren Spielkunst angeht. Die Farbe wird allerdings nicht von einzelnen Darstellern, sondern von ziemlich vielen Schauspielern getragen. Dies ist schon in der verschachtelten Erzählweise angelegt und kommt dem Film zu Gute. Bei diesem Film hier gilt: Je mehr Screentime eine Figur hat, desto besser wird sie gespielt. Da wurde offensichtlich schon beim Casting  viel Wert drauf gelegt. So sind der junge Armin Pierske (Marco Leibnitz) und die Gärteners, allen voran Nahum (Erik Rastetter) recht gut besetzt. Bei den kleineren Rollen, wie den Trinkern im Gasthof merkt man leider doch ab und an deutlich, dass man hier Laien auf dem Bildschirm hat.

Die Optik des Films ist allerdings ein besonderer Leckerbissen. Man hat hier fast durchgängig in Schwarz-Weiss gearbeitet und einen speziellen Kamera-Eigenbau benutzt, der dem ganzen Film eine Art Bloom-Effekt verleiht. Dies wird hier tatsächlich als interagierendes Stilmittel, ähnlich wie bei Sin City, und nicht nur aufgepfropft benutzt.

Die Farbe verzichtet bei der Entwicklung seines Schreckens vollkommen auf Splatter oder andere Effekthascherei, was es sehr viel näher an die Vorlage bringt, als andere Lovecraft-Verfilmungen. Ich kenne dabei keinen anderen Film, der die typische Erzählweise des Autors so konsequent auf seine Bildsprache überträgt. Die ganzen Preise von Filmfestivals in den U.S.A. und anderswo, die auch auf der Startseite der Film-Homepage aufgelistet werden, hat Die Farbe also definitiv nicht ohne Grund erhalten. Sicherlich ist es hilfreich, wenn man Lovecrafts Stil bereits kennt und nach Möglichkeit auch mag, wenn man Die Farbe mögen möchte. Ansonsten könnte man sich an manchen Stellen durchaus langweilen.

Die Farbe ist ein gelungener Versuch den Erzählstoff von H. P. Lovecraft filmisch umzusetzen. Dass dieser Versuch aus Deutschland stammt, hat mich einigermaßen verwundert, hat den Film für mich aber noch etwas interessanter gemacht. Wer Lovecraft oder stillen, auf Suspense basierenden Horror  mag, sollte sich Die Farbe auf jeden Fall ansehen.


25Apr/123

Zielgruppenorientierung

Geschrieben von Teo

Dies ist wieder ein eher allgemeiner Eintrag zu meinem Buchprojekt. Diesmal geht es um Gedanken, die ich mir um den Inhalt und die Preisgestaltung mache.

Zunächst mal muss ich erklären, dass sich das Buch nicht nur an Kinder richtet, so wie ich bei der Vorstellung des ersten Kapitels schon angemerkt habe, sondern auch gerade an männliche Leser. Das hat keine ideologischen Gründe oder so, sondern ich wollte für meine erste längere Geschichte ein Thema wählen, für das ich mich selbst interessiere und etwas schaffen, das ich selbst gern gelesen hätte, als ich noch jünger war. Da ich selbst ein Zipfelchen besitze und entsprechend (aber nicht extrem) sozialisiert wurde, fällt es mir einfach leichter mich in einen Jungen hineinzuversetzen. Das heisst natürlich nicht, dass es Mädchen unter Strafe verboten ist, dieses Buch zu lesen. Dass ich mich hierfür rechtfertige, ist eigentlich auch nur die Einleitung zu einem Problem, das sich vor mir während der Anfangsphase des Schreibens auftat: Sexismus.

Dieses Thema wird im Buch selbst überhaupt nicht aufgegriffen, aber ich hatte zeitweise Angst, dass man dem Duktus des Textes jenen vorwerfen könnte. Dieser Gedankengang rührt daher, dass ich für die Roboter aus meiner Geschichte beschlossen habe, sie seien geschlechtslos. Die (meisten) Roboter sind so zwar theoretisch Neutren, aber wie schreibt man Texte, deren Figuren mit dem Artikel für Dinge, also "das", bezeichnet werden müssten? Wie schafft man da einen Bezug zwischen Leser und Figur? Um das Ganze etwas plastischer zu machen, habe ich hier eine Textstelle aus dem 4. Kapitel:

"Dann ging alles ganz schnell. Noch bevor sie die ersten Hilfeschreie ausstießen, rannte Lodur los. Er warf Bergol um und drängte geradewegs an ihm vorbei. Ich sprang über ihn und versuchte mit Lodur Schritt zu halten."

Mit neutralen Personalpronomen wäre das so:

"Dann ging alles ganz schnell. Noch bevor sie die ersten Hilfeschreie ausstießen, rannte Lodur los. Es warf Bergol um und drängte geradewegs an ihm vorbei. Ich sprang über es und versuchte mit Lodur Schritt zu halten."

Der Unterschied wäre gar nicht so groß, aber es klingt einfach falsch im inneren Ohr. Kinder würden den Text dann vermutlich direkt ablehnen. Für dieses Problem habe ich keine probate Lösung gefunden und habe deshalb (fast) alle Roboter mit einem maskulinen Genus ausgestattet. Das bezieht sich aber explizit nur auf die Grammatik und nicht den Inhalt der Geschichte. Das versuche ich z.B. damit deutlich zu machen, dass Roboter von "Erbauern" zusammengeschraubt und nicht gezeugt und geboren werden. Ehrlich gesagt kann ich sprachreformatorische Feministinnen nun etwas besser verstehen.

Wenn mein Buch gelesen werden soll, ist natürlich auch der Preis ein wichtiger Punkt. Ich spielte ja schon mit dem Gedanken das Ganze unter Creative Commons zu lizensieren und für Lau rauszuhauen. Ich denke nun allerdings, dass meine Reichweite und Kontakte dafür einfach zu klein ausfallen. Egal welche Strategie ich nun fahren sollte, das gedruckte Buch wird mit Sicherheit nicht kostenlos sein können. Für diese Version hatte ich mir ein Limit von 10€ gesetzt. Teurer sollte es auf keinen Fall werden. Eine attraktive Möglichkeit Leser zu erreichen scheint BoD zu sein. Dort könnte ich (sofern ich meine aktuellen Pläne einhalte) 120 Taschenbuchseiten in kinderfreundlicher Schriftgröße für 7,90€ bei zahlreichen Händlern unterbringen. Etwas doof ist nur, dass der Preis für das E-Book, welches BoD bei Amazon und iBooks platziert, sich direkt am gedruckten Buch orientiert. Damit würde die elektronische Version 6,49€ kosten und wäre mir persönlich noch etwas zu teuer. Das, was hinten für mich abfiele, wäre ca. 1€ pro verkauftem Exemplar (0,94€ für Print und 1,36€ für das E-Book). Davon abgezogen werden müssten aber 39€ für den "Veröffentlichungsservice" und 1,99€ pro Monat für "Datenmanagement". Die 39€ sind dabei eigentlich egal, denn wann hält man schonmal ein selbstgeschriebenes Buch in den Händen? Die 1,99€ im Monat nerven mich dagegen schon etwas. Ich mag einfach keine Abos. Der Vorteil daran wäre eben, dass sich jemand anderes um ISBN, Vertrieb, etc. kümmern würde. Bis ich die letzte Zeile schreibe wird es aber noch etwas dauern, also habe ich noch Zeit mich weiter zu informieren und mir Gedanken zu machen. Wenn ihr Tipps habt: Her damit.


22Apr/120

Botanicula

Geschrieben von Teo

Wer hier öfter reinschaut weiss, dass ich ein Fan vom Entwicklerstudio Amanita Design bin. So berichtete ich schon im Dezember 2009 vom Start des sagenhaften Point&Click Adventures Machinarium oder lobte Anfang diesen Jahres den Film Kooky, an dem Amanita maßgeblich beteiligt war. Jetzt haben sie ihr neues Spiel präsentiert. Diesmal geht es in die Natur. Das Adventure Botanicula läd zum Klicken ein.

Ich glaube tatsächlich, dass man den letzten Satz wörtlich nehmen muss. Nach ein paar Stunden Spielzeit (und bei der Beobachtung zweier weiterer Spieler) fällt eines sofort auf: Man spielt in Botanicula mit allem, was den Cursor zur Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger macht, egal ob es dem Spielziel dient oder nicht. Das verspielte Leveldesign zwingt einen geradewegs dazu. Überall raschelt, krabbelt und fliegt irgendetwas. Zusammen mit der wunderschönen Optik des Spiels und des wirklich grandiosen Soundtracks wirkt alles sehr lebendig, was dem Thema des Spiels selbstverständlich zuträglich ist. Selbst nach der ganzen Spieldauer, die ich nun hinter mir habe, weiss ich immer noch nicht, was denn nun das Ziel des Spiels ist. Klar, es hat irgendwas mit den schwarzen Lebens-Saft-Saugern zu tun und vermutlich muss ich die loswerden, aber was genau: Keine Ahnung. Und es ist mir auch egal!

 

Wie schon Machinarium bringt auch Botanicula keine ellenlangen Textboxen oder gar (verständliche) Sprachausgabe mit. Alle "Dialoge" werden per Animation geführt, sodass wortwörtlich jedes Kind diese auch begreift. Dazu kommen skurrile und kreative Einfälle der Entwickler in Sachen Figuren und Ereignisse. Ich bin jedenfalls begeistert. Wer das noch nicht ist, kann sich z.B. das ausführliche Review bei Superlevel (das auch ein paar Schwächen aufdeckt) oder zumindest den Trailer ansehen.

Den Start von Botanicula feiert man derzeit mit einem Humble Bundle Spezial; will meinen: Bezahlt einfach was ihr wollt für dieses nagelneue Spiel voller Herzblut! Dazu gibt's ausserdem Machinarium und Samorost 2. Wer mehr als den Durchschnitt der bisherigen Zahlungen anlegt, bekommt Kooky und das Spiel Windosill oben drauf. Natürlich auf Wunsch alles mit Steam-Codes (bis auf den Film). Im Mac App Store gibt's Botanicula für 7,99€ und in ein paar Tagen steht das Spiel für 19,99€ als DVD in Deutschlands Technikmärkten. Da würde ich doch sagen: Lieber jetzt DRM-frei zu einem selbstgewählten Preis  kaufen und dabei noch den World Land Trust unterstützen.


7Apr/126

Fette Beute zum Eierfest

Geschrieben von Teo

Heute nehme ich das Frühlings-Fruchtbarkeits-Eier-Zombie-Jesus-Fest zum Anlass, um euch eine Art Teaser meines Buches zu präsentieren, mit dem ich mittlerweile wohl etwa zu 50% fertig bin. Es handelt sich dabei um eine Geschichte, die ich mit Kindern als Leser im Hinterkopf geschrieben habe, die aber eventuell auch für Ältere interessant ist (ich lese ja selbst ab und an ein Buch, das für Kinder geschrieben wurde). In der Geschichte geht es um den Roboter Karuso, der mit seiner Piratentruppe über eine menschenleere Erde segelt und dabei ein Geheimnis um sich selbst und die Gesellschaft der Roboter lüftet.

Ich präsentiere meinen zahlreichen Lesern nun Kapitel 1 dieses Meisterwerks in Form einer MPEG-1 Audio Layer III-Datei, besprochen von mir persönlich:

Kommentare und Anmerkungen sind natürlich erwünscht.