Teo-Net Home of A-Hörnchen und B-Hörnchen

7Feb/101

kurz kommentiert….

Geschrieben von Hiramas

Wer braucht in diesem Land eigentlich politische Satiere?
Die Deppen in Berlin schaffen es doch regelmäßig sich selbst dermaßen lächerlich zu machen, so das Pispers & Co
sich eigentlich zur Ruhe setzen könnten. Wir werden hier von Schildbürgern regiert. Ob es die hirnverbrannte Idee ist Steuersenkungen würden mehr Steuereinnahmen bringen, oder ob es der Westerwelle ist, der wie ein Rumpelstielzchen auf Drogen schimpft und zetert und dabei vergisst, das er ja jetzt in der Regierung ist.

Und so scheint es unumgänglich, dass Westerwelle seinen Zuhörern bis zur NRW-Wahl mit seiner Angriffstaktik zusetzen wird. Am Freitagmorgen gab der FDP-Vorsitzende dem Deutschlandfunk ein Interview. Er schalt wieder die vor ihm regierenden Parteien, die "den Karren in dieser Republik" in den Dreck gezogen hätten. Da unterbrach ihn die Fragestellerin mit dem Hinweis: "Herr Westerwelle, Sie sind ja jetzt an der Regierung." Darauf Westerwelle: "Entschuldigen Sie bitte. Was sagten Sie?"
Quelle: taz.de http://taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/tiraden-des-bizarren-onkel-guido/

Oder CSU-Verkehrsminister Ramsauer, der überzeugt ist, dass die schlechten Umfragewerte der Regierung am schlechten Wetter liegen.

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) erklärt das Stimmungstief der Bundesregierung mit dem derzeitigen extremen Winterwetter. „Klar schlägt dieses Wetter vielen auf das Gemüt“, sagte Ramsauer der „Bild am Sonntag“. „Das könnte auch erklären, warum die Regierung nach Umfragen bei den Bürgern im Moment schlechter dasteht als sie tatsächlich ist.“
Quelle: welt.de http://www.welt.de/politik/deutschland/article6278291/Miese-Umfrage-Ramsauer-gibt-Winterkaelte-Schuld.html

Nicht das reparierte Straßen nicht sinnvoll für den Verkehr sind, (ich kenn da ne Landstraße, die man zwischen den Schlaglöchern mit der Lupe suchen muss) aber den Pfusch am politischen Bau kann man auch mit ein paar Tonnen Asphalt nicht einfach überpinseln.
Wie auch immer:  Wenn das Land aufgehört hat sich vor Lachen auf dem Boden zu kugeln sind ja auch bald Wahlen in NRW. Und wenn die für schwarz-gelb schlecht ausfallen sollten, dann liegts sicher wahlweise am Regenwetter oder zu viel Sonnenschein.

Glück auf.

5Feb/100

Review: Year One – Aller Anfang ist schwer

Geschrieben von Teo

Die Bibel wird auch das Buch der Bücher genannt. Es ist das am häufigsten verkaufte Buch weltweit. Doch wie muss man sich die Geschichten aus dem dicken Wälzer nun vorstellen? Die zahlreichen Autoren und Übersetze des Jahrtausende alten Schinkens haben sicher eine Menge weggelassen, hinzugedichtet, umgeschrieben und romantisch verklärt. Jack Black und Michael Cera versuchen mit Year One - Aller Anfang ist schwer (APL) einigen Stellen aus dem alten Testament mal etwas Leben einzuhauchen.

Die beiden Freunde Zed (Jack Black) und Oh (Michael Cera) sind die Loser ihres Urmenschen-Stammes. Zed überschätzt sich dauernd selbst und steht auf das hübscheste Weibsbild im Dorf, das jedoch dem starken Marlak gehört. Auf der Jagd kommt es schonmal vor, dass er ein Stammesmitglied mit einem Wildschwein verwechselt. Oh hingegen ist sanftmütig und klug. Er ist der Dorf-Geek und auf sein Konto gehen Erfindungen wie das Trinken aus ausgehöhlten Kürbissen. Er ist kein Jäger wie Zed, sondern sammelt mit den Frauen Früchte. Irgendwann hat Zed es satt sich den starken im Dorf zu unterwerfen und kostet von der Frucht der Erkenntnis. Damit überschreitet er ein wichtiges Gebot des Dorfes, scheint aber nichts gewonnen zu haben. Als die anderen Stammesmitglieder von seiner Tat Wind bekommen, schmeißen sie ihn aus der Siedlung. Während Zed eine Fackel mitnehmen will, zündet er versehentlich einige Hütten an und wird daraufhin von den anderen Dorfbewohnern gejagt. Oh folgt Zed in die Wildnis, weil seine Hütte abgebrannt ist und niemand anderes im Stamm ihn zu schätzen weiss (was bei Zed ebenfalls fraglich ist). Irgendwann treffen die beiden auf Kain und Abel, die soeben ein Opfer für ihren Gott dargebracht haben. Wir alle wissen, was Kain daraufhin tut, allerdings versucht er diesmal es Zed und Oh in die Schuhe zu schieben. Nachdem Sie Adam und sein Volk verlassen haben, begegnen Sie in der Wüste einem Sklaventransport. In den Käfigen befinden sich unter Anderem die ehemaligen Stammesmitglieder von Zed und Oh. Darunter auch Zeds Schwester Eema (Juno Temple), in die Oh verschossen ist, und Maya (June Diane Raphael), Zeds Flamme. Als sie erfahren, dass der Transport nach Sodom gebracht wird, machen sie sich auf zur Rettung.

Das Problem von Year One ist seine Story. Die durchaus brauchbare Anlage des Road-Movies durch das alte Testament bleibt gewissermaßen substanzlos. Zwar bekommt man die logischen Verquickungen der Reise von Oh und Zed auf die Reihe, leider baumelt ein Großteil der Geschichte aber trotzdem in der Luft. Die Komik des Films ist für die meisten Zuschauer sicher ebenso gewöhnungsbedürftig. Häufig fallen Witze unter der Gürtellinie oder werden mit brutaler Gewalt durchgeboxt. Das eigentliche Ende des Films ist leider auch etwas enttäuschend, weshalb ich mich freute eine Alternative dazu in den Extras der DVD gefunden zu haben, die wesentlich interessanter gewesen wäre. Hätte man den Plot sehr viel näher an der Bibel orientiert und hätte einige subtilere Anspielungen eingebaut, wäre Regisseur Harold Ramis (bekannt für Und täglich grüßt das Murmeltier oder als Egon Spengler in Ghostbusters) sicher zu mehr Ruhm gekommen. Weiterhin wäre es vorstellbar gewesen das Ganze als Parodie von 10.000 B.C. anzulegen. So wie Year One tatsächlich ist, fehlt die gewisse Würze.

Mir persönlich gefällt der ursprüngliche und ehrliche Humor von Jack Black, weshalb ich Year One durchaus mit Spaß gesehen habe. Der Streifen ist aber leider nichts für Leute, denen es etwas ausmacht nicht zu wissen, worum es den Figuren eigentlich geht und in welche Richtung die Handlung verlaufen wird. Auf jeden Fall sollte man das alternative Ende und die herausgeschnittenen Szenen aus den Extras anschauen, wenn man schonmal dabei ist. Year One kann jetzt vorbestellt werden und ist ab dem 11.02. lieferbar. In der Ausleihe ist der Film schon ein paar Wochen verfügbar.

Links zum Film

3Feb/103

Bundesweite Streiks im öffentlichen Dienst

Geschrieben von Teo

Pünktlich zur Klausurenphase der NRW-Unis kündigt die Ver.di Warnstreiks an. Heute werden bereits Krankenhäuser und Kitas bestreikt. Morgen soll dann vor Allem der öffentliche Personen-Nahverkehr dazu kommen. Das Epizentrum der Streiks in NRW soll Dortmund werden. Dort sollen von 3 Uhr morgens 24 Stunden lang Busse und Bahnen still stehen. Viele Mitarbeiter aus kleineren Kommunen um Dortmund schließen sich offenbar den Streiks an. Damit fällt auch in entlegeneren Gemeinden der Busverkehr flach, wodurch viele Anwohner ohne eigenes Auto nicht zur Schule oder Arbeit kommen werden. Um 11:30 soll morgen in Dortmund eine große Kundgebung stattfinden.

Ich werde unter denjenigen sein, die massive Probleme bekommen werden. Am Donnerstagmorgen schreibe ich eine Klausur, zu der es dieses Semester keine Nachklausur geben wird. Wenn ich nicht erscheine falle ich automatisch durch und muss ein ganzes Semester warten um mir den Schein zu verdienen. Durch die aktuelle Wetterlage wollte ich ohnehin früher zur Uni fahren, aber wenn es zu einem Totalausfall der Bahn kommt, nützt das auch nichts mehr. Gleichzeitig werden die Straßen in NRW morgen absolut überlastet sein. Dabei rechnet man morgens ohnehin mit Staus dort.

Wenn Menschen für ihr gutes Recht eintreten und gegen zu geringe Löhne auf die Straße gehen, ist das für mich in Ordnung. Die Gewerkschaft fordert allerdings satte 5% Lohnerhöhung für 2 Millionen Beschäftigte. Diese Mitarbeiter werden von Kommunen bezahlt, die selbst pleite sind. Wie realistisch ist so eine Forderung vor diesem Hintergrund?

2Feb/100

P52 – Woche 4: Wind und Wetter

Geschrieben von Teo

Mit großer Verspätung kommt mein Beitrag zum Projekt 52 dieses mal. Das Thema letzte Woche war Wind und Wetter. Zwar wüteten bei uns auch, wie in vielen Gebieten Deutschlands, Schnee und Eis, jedoch sprang mir nie ein interessantes Motiv ins Auge und wenn doch, dann hatte ich keine Homer-Figur in der Tasche.

Heute habe ich den gelben Fettklos dann dabei erwischt, wie er sich eine Tiefkühlpizza aus dem Gefrierschrank schnappen wollte. Im Tiefkühlfach herrschen immerhin -18°C, da kann Daisy abstinken. Auch diesmal habe ich das Foto mit meiner Handykamera gemacht und minimal nachbearbeitet.

31Jan/108

Review: Inglorious Basterds

Geschrieben von Teo

Natürlich habe ich Inglourious Basterds (APL) bereits im Kino gesehen. Aus irgendeinem Grund fehlt das Review des letzten Tarantino-Streifens hier noch. Das ist ein Missstand, den es auszumerzen gilt. Nach dem DVD-Start vor ein paar Wochen habe ich meiner Videothek dann nochmal einen Besuch abgestattet und meinen Eindruck vom Film aufgefrischt.

Wir schreiben 1941. In Frankreich herrschen deutsche Besetzer. Diese schicken ihre "Detektive" ins Land um Juden ausfindig zu machen und zu beseitigen. So auch den SS-Offizier Hans Landa, gespielt von Christoph Waltz. Landa sucht auf dem Land nach einer verschollenen, jüdischen Familie und forscht deshalb bei einem französischen Bauern nach. Im Haus des Milchbauers wird er tatsächlich fündig und befiehlt seinen Soldaten ein Massaker. Ein Mädchen namens Shosanna (Mélanie Laurent) überlebt allerdings und kann fliehen. Im zweiten Kapitel des Films werden die Basterds eingeführt. Sie sind eine Gruppe amerikanischer Soldaten, die ausdrücklich alle jüdischer Abstammung sind. Sie ziehen durch Frankreich und reiben deutsche Truppen auf, indem sie diese in Hinterhalte locken. Wenn sie Überlebende zurück lassen, was sehr selten vorkommt, markiert Lieutenant Aldo Raine (Brad Pitt) diese mit einer Hakenkreuz-Narbe auf der Stirn. Aldo ist der Anführer der Basterds und stammt, eigenen Aussagen nach, zu einem gewissen Anteil von Indianern ab. Daher befielt er seinen Soldaten während des Aufenthalts in Frankreich mindestens je 100 Nazis zu skalpieren. Neben den Amerikanern befindet sich auch der deutsche Wehrmachtssoldat Hugo Stiglitz (Til Schweiger) unter den Guerilla-Kämpfern. Er hatte sich zuvor einen Ruf damit gemacht 13 Nazi-Offiziere getötet zu haben. Daraufhin haben ihn die Basterds aus der Gefangenschaft befreit und aufgenommen.
Im dritten Teil erfährt der Zuschauer wie es Shosanna ergangen ist. Sie konnte nach Paris flüchten und sich neue Papiere beschaffen. Sie heisst nun Emmanuelle Mimieux und ist Besitzerin eines Kinos. Der deutsche Gefreite Fredrick Zoller (Daniel Brühl) scheint Interesse an Shosanna zu haben und überredet Propagandaminister Joseph Goebbels (Sylvester Groth) die Premiere des Films "Stolz der Nation" in Shosannas Kino zu verlegen. Der Film handelt von Zollers "Heldentat" allein 270 feindliche Soldaten aus einem Glockenturm heraus erschossen zu haben.
Als Shosanna erfährt, dass die Premiere des Films eine VIP-Veranstalltung für hochrangige Deutsche wie Hitler, Goebbels und zahlreiche Gerenräle werden soll, bei der auch Hans Landa, der Mörder ihrer Familie, anwesend sein soll, stimmt sie zu und beschließt das vollbesetzte Kino abzufackeln. Gleichzeitig initiiert England die "Operation Kino", die genau das gleiche Ziel hat und von den Basterds durchgeführt werden soll.

Schauspielerisch wird hier eine Menge aufgefahren. Neben Hollywood-Größen wie Brad Pitt und Eli Roth sind eine Menge deutscher bzw. österreichischer Schauspieler am Start. Selbst in Statistenrollen findet man bekannte Gesichter wie Bela B. von den Ärzten. In einer Nebenrolle tritt Mike Meyers als Winston Churchill auf. Auch Diane Kruger sollte ja mittlerweile ein bekannter Name sein. Besonders hervorzuheben ist Christoph Waltz, der ja auch bereits einige Auszeichnungen für seine Rolle als Hans Landa bekommen hat. Er verkörpert die wohl markanteste Figur des Films. Mit der Leistung der Darsteller kann man zufrieden sein. Ausnahmslos alle fügen sich in das Tarantino-Universum von Inglorious Basterds gut ein.

Damit kommen wir auch schon zum nächsten wichtigen Aspekt: Wenn man sich Inglorious Basterds anschaut, wird man sofort merken, wer hier das Drehbuch geschrieben und Regie geführt hat. Die ungewöhnlich entschleunigten Dialoge, die typisch für Filme von Quentin Tarantino sind, finden sich auch hier wieder. Besonders die zynisch angelegte Figur des Hans Landa profitiert von der Stimmung in diesen Szenen. In diesem Film würgt der Chef übrigens noch selbst: Tarantino hat höchstpersönlich Hand an Diane Kruger gelegt, damit die Rangelei zwischen ihrer Figur und Landa auch gut wird. Wie bei Tarantino üblich, ist der ganze Streifen mit kleinen Anekdoten gewürzt. Das beginnt bei den Namen der Charaktere, geht über Zitate und führt bis in kleine Symbole. Landas Pfeife in einer der ersten Szenen ist beispielsweise von der gleichen Sorte, wie Sherlock Holmes sie bekannt gemacht hat, was bemerkenswert ist, weil der "Judenjäger" behauptet Detektiv zu sein. Sogar eine Zeile aus Keinohrhasen durfte Schweiger in Inglorious Basterds rezitieren. Wie immer bei Tarantino spielt die Musik des Films eine wichtige Rolle. Das erste Lied des Films stammt aus Spiel mir das Lied vom Tod, was wiederum darauf hinweist, dass der Film zunächst als Italo-Western in Spanien angelegt war. Die letzten Szenen im Kino hingegen erinnern zumindest optisch an Szenen aus Orwells 1984. Die deutsche Fassung wurde leicht angepasst und ist 50 Sekunden länger. Diese findet man in der Kellerbar, während die deutschen Soldaten das klassische "Wer bin ich?" spielen. Offenbar dachte man, dass Winnetou ausserhalb von Deutschland nicht bekannt genug ist, um die Szene in vollem Umfang in die internationale Fassung zu integrieren. Übrigens hat sich Tarantino wohl stark von Inglorious Bastards (mit a) (dt.: Ein Haufen verwegener Hunde) von 1978 inspirieren lassen und dessen Regisseur als Statist im Film auftauchen lassen.

Wer sich Inglorious Basterds anschaut muss sich darüber im Klaren sein, dass es sich nicht um eine historische Nacherzählung handelt. Tarantino setzt der Geschichte hier seinen eigenen Stempel auf und macht Kunst damit. Für mich eine sehr erfrischende Weise mit der deutschen Vergangenheit umzugehen. Ich bin froh darüber, dass soetwas in Deutschland mittlerweile Zuspruch findet. Andererseits besteht sicher die Gefahr, dass noch mehr Leute auf dumme Gedanken kommen. Immerhin denken viele britische Schüler zuerst an Fußball, wenn sie den Namen des Diktators hören und von den Amerikanern hat man vor Jahren schon gehört, dass sie ihn für eine Comic-Figur halten. Gut, dass Tarantino kein Kino für Vollpfosten macht.

Für mich auf jeden Fall ein sehr sehenwerter Film mit einer ganz schön langen Rezension auf diesem Blog.

Links zum Film

29Jan/100

Mein Lieblingsfilm: Kings of Rock – Tenacious D

Geschrieben von Teo

Das ist er nun, mein Lieblingsfilm. Für manche Leser ist es vielleicht überraschend, dass es sich um einen Musikfilm und nicht um Die Simpsons - Der Film handelt. Nein, es ist Kings of Rock - Tenacious D mit Kyle Gass und Jack Black. Das männlichste Film-Musical der letzten Jahre. Es handelt sich hier keinesfalls um den besten Film, den ich je gesehen habe, aber um einen, der mir immer wieder richtig viel Spaß bereitet. Die folgende Rezension ist deshalb auch absolut subjektiv.

Die Geschichte des Films dreht sich um JB, der aus seinem christlichen Elternhaus ausbricht um Rockstar zu werden. Ein Poster von Ronnie James Dio teilt ihm mit, er würde in Hollywood einen ebenso begnadeten Musiker finden und mit ihm die beste Band der Welt gründen. Als er nach zahlreichen Fehlversuchen in Hollywood L.A. landet, trifft JB am Muscle Beach auf KG, der dort Gitarre spielt und zunächst sehr abweisend ist. JB macht allerdings insgeheim durch sein Gesangstalent Eindruck auf ihn. In der folgenden Nacht wird der einsam auf einer Parkbank schlafende JB von einer Gang heimgesucht. KG beobachtet das Spiel und behauptet hinterher ihn gerettet zu haben. Aus Mitleid und Einsamkeit nimmt KG Jables mit in seine Wohnung. Er behauptet eine große Nummer im Showgeschäft zu sein und beginnt damit JB zu trainieren. Mithilfe des Gig-Simulators, Fernseh-Fernbedienungs-Wettkampf und Ständer-Stützen wird Jables auf das Leben eines Rockstar vorbereitet. Als klar wird, dass Kage gar keine Kontakte zur Branche hat und vom Geld seiner Eltern lebt, die ihm jetzt den Hahn zudrehen, geraten die beiden in Streit. Da KG von den letzten Ersparnissen nicht die Miete, sondern eine Gitarre für JB bezahlt hat, raufen sie sich wieder zusammen und wollen durch einen Bandwettbewerb ihre Finanzen aufbessern. Weil sie dort abstinken versuchen sie das Geheimnis großer Rockstars zu ergründen und stoßen dabei auf das Plektron des Schicksals.

Für mich hat dieser Film alles, was man zum Spaßhaben braucht: Gute Musik mit teils sehr kranken texten, albern-pubertärer Humor, das epische vom Kampf Gut gegen Böse und unzählige Anspielungen auf andere Bands, Filme und Fernsehserien. Die Gastauftritte von Meat Loaf, Dio und Dave Grohl verpassen dem Streifen dann noch den letzten Schliff. Man merkt den Gesangseinlagen und den Texten die Liebe von Jack Black und Kyle Gas zum Rock'n'Roll an. Ihre selbstgeschriebenen Lieder, die häufig Zitate bekannter Rocksongs enthalten oder aber ziemlich skurrile Themen behandeln, nehmen dabei immer wieder die alten Klassiker auf's Korn. Das setzt sich in den Dialogen des Films fort. Zitiert werden Clockwork Orange, Matrix oder Star Wars. Nicht umsonst spielt ein Teil des Films im Rock and Roll-History Museum. Tenacious D wollen mit Kings of Rock ihren Vorbildern, den großen Rockern, huldigen.

Auch in School of Rock findet man diese Liebkosungen. Und auch, wenn der kommerzielle Erfolg dieses Films in Deutschland größer und die Produktion etwas professioneller war, ist Kings of Rock mein Favorit. Der Film hat Herz und ist durch die ständige Selbstironie authentisch.

(Wenn ihr in einem bekannten Videoportal nach einem deutschen Trailer zum Film sucht, lasst euch nicht von der Synchronstimme von Kyle Gass oder dem deutschen Gesang von Jack Black abschrecken. Im Film werden alle Songs in der englischen Originalfassung wiedergegeben und Kages Stimme ist wesentlich besser, als im Trailer.)

Wie bei jeder neueren Filmkritik auf Teo-Net auch hier die

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27Jan/100

Musik kostenlos und legal hören mit Spotify

Geschrieben von Teo

Raubkopien zehren angeblich an den Einnahmen der Musikindustrie. Sie schwächelt und stirbt einen enorm langsamen Tod seit Einführung erschwinglicher Blanko-Musik-Kassetten in den 60ern. Das Internet hat alles dann noch viel schlimmer gemacht. Die Musikkonzerne überdenken deshalb ihre Geschäftsmodelle. Wo die einen jedoch einen gehörigen Teil ihrer Einnahmen nun aus Abmahnungen für Rechteverletzer generieren, versuchen die anderen tatsächliche Innovation zu schaffen.

Schwedische Entwickler haben in den skandinavischen Ländern, Spanien, Frankreich und Großbritannien ihren Dienst Spotify etabliert. Ähnlich wie bei der Radio-Funktion von last.fm lässt sich damit Musik auf den eigenen Rechner streamen. Allerdings mit dem Unterschied, dass sich gezielt nach Interpreten, Alben oder einzelnen Songs suchen lässt.

Zu einem Titel wird, wie es sich gehört, auch immer ein passendes Cover angezeigt. Man kann in Songs umherspringen, wie es einem gefällt und Dinge wie Shuffle und Repeat gehören ebenfalls zu den Standardfunktionen. Ausserdem lassen sich Playlists erstellen, die an andere Spotify-Nutzer weitergegeben werden können.

Wer gerade keine Lust auf einen bestimmten Song hat, kann das eingebaute Radio von Spotify nutzen. Dort legt der Nutzer ein oder mehrere Genres, sowie die Jahrzehnte fest, aus denen er Musik genießen will. Auch in diesem Modus lässt sich in Liedern vor und zurück spulen oder schnell mal ein Lied überspringen. Bei vielen Titeln ist es ausserdem bereits möglich ihn direkt aus Spotify heraus als MP3-Datei zu kaufen.

Ein kostenloses Programm um Musik kostenlos hören zu können ist zu schön um wahr zu sein? Stimmt. Ganz kostenlos ist Spotify nicht, denn für Nutzer der "Free-Version" wird optische und akustische Werbung eingeblendet. Gerade die Werbeunterbrechungen der Musik können schon recht störend sein, zumal sie meist für britische Angebote sind. Mit dem Kauf eines Premium-Accounts ist dies jedoch umgehbar. Ein zweiter Knackpunkt ist, dass Spotify in Deutschland noch gar nicht verfügbar ist. Wer die Seite des Dienstes aus deutschen IP-Landen besucht, wird vertröstet. Weiterhin benötigt man normalerweise eine Einladung um einen Account erstellen zu können.

Natürlich berichte ich nicht von einem solchen Programm, ohne es selbst getestet zu haben. Mit diversen Basteleien lassen sich IP-Grenzen und Einladungszwang nämlich wunderbar umgehen. Eine Zusammenfassung zu den Möglichkeiten, die Spotify auch im Bezug auf Plug-Ins bietet, findet ihr bei aptgetupdate.de. Für den kleinen IP-Trick empfehle ich diese Website. Ich selbst bin übrigens über eine Einladung durch den Chusmaniac zu Spotify gekommen, den ich hier ehrenhalber nochmal erwähnen möchte.

Ich hoffe inständig, dass das volle Spotify-Programm demnächst auch ganz ohne Fummelei in Deutschland verfügbar sein wird. Soweit ich das überblicken kann, ist die Nutzung genannter Tricks legal und die Tatsache, dass sich Deutsche Künstler wie Herbert Grönemeyer, Pur oder Silbermond unter den verfügbaren Songs finden, legt die Vermutung nahe, dass man auch auf deutsche Kundschaft wert legt.

26Jan/100

Artikel und Hintergründe zum Bildungsstreik (9)

Geschrieben von Teo

Studienabbrecher: Warum es Studenten aus der Kurve trägt (SPON)
"Knapp ein Fünftel der Abbrecher im Jahr 2008 gab außerdem an, sich aus finanziellen Gründen vom Ziel Hochschulabschluss verabschieden zu müssen. Die Geldsorgen sind nach Leistungsproblemen der zweitwichtigste Hinderungsgrund, haben sich aber, anders als die Leistungssorgen, nur geringfügig verschärft."

Uni-Kehraus: Letzte Besetzer pfeifen den Abschiedsblues (SPON)
"Zum neuen Jahr sind die meisten Besetzer wieder zu Hause und die meisten Hörsäle frei, mit Ausnahme der FU und der Humboldt-Uni Berlin. Aber wie steht's mit Anstand und Lernfähigkeit bei den Ministern und Uni-Chefs? Das Frühjahr wird zeigen, was aus den Versprechungen wird, für ein besseres Bachelorstudium zu sorgen."

Angriff auf Frankfurter AStA: Studi-Beiträge halbiert! (Bündnis für Politik- und Meinungsfreiheit)
"Kurz vor den Weihnachtsferien bekam der AStA (Allgemeine Studierendenausschuss) der Universität Frankfurt am Main die Information aus dem Präsidium, dass der studentische Beitrag für das kommende Semester von 8 auf 4 € halbiert wurde."

Anti-Bologna-Attacke: Wir wollen unseren alten Dipl.-Ing. wieder haben (SPON)
"Die Antwort ist einfach. Es geht ums Umtopfen - weil der Grad Dipl.-Ing. im Ausland einen guten Klang hat, wollen die Unis den Bologna-Strukturen ein Diplom auftricksen. Das könnte so aussehen: Bachelor und Master bleiben erhalten. Wer aber beide Studiengänge fünf Jahre lang studiert, kann auch den Diplom-Titel bekommen. Oder anders herum: Es gibt dann das Diplom wieder, aber nach drei Jahren kann man es mit einem Bachelor-Abschluss abbrechen. Das würde heißen: Wir ändern nichts. Wir hängen nur ein neues Schild an die Tür."

Pro und Contra: Was haben die Studiengebühren gebracht? (tagesschau.de)
"Studiengebühren gehören überall abgeschafft, erstens weil sie nicht sozialverträglich sind. Als das Bundesverfassungsgericht vor fünf Jahren den Weg für Studiengebühren frei machte, sagte es den Ländern: Ihr müsst sie sozialverträglich gestalten. Die angekündigten Sozialstipendien sind die Gebühren-Länder schuldig geblieben. Stattdessen werden allen Studierenden, die die Gebühren nicht mal eben so bezahlen können, zinsgünstige Darlehen angeboten. Wer also Probleme hat, die Gebühren zu bezahlen, muss sich verschulden."

25Jan/102

Review: Wie das Leben so spielt

Geschrieben von Teo

Was passiert, wenn ein Comedian erfährt, dass er todkrank ist? Eigentlich eine interessante Frage. Wie geht jemand mit dem Thema Tod um, der von Berufswegen komisch sein muss? Leider zeigt Wie das Leben so spielt (APL), dass nichts, aber auch gar nichts passiert.

Der allein lebende Komiker George Simmons erhält die Diagnose todgeweiht. Er hat eine Krankheit, die mit Leukämie verwandt ist. Gängige pharmazeutische Produkte sollen wirkungslos sein, weshalb George einwilligt experimentelle Medikamente zu testen. Diese sollen bei etwa 8% der Probanden positive Ergebnisse erzielen. Beeinflusst von dieser schlechten Nachricht legt er eine äußerst depressive Show im Comedy-Club The Improv hin. Ira Wright, ein erfolgloser Stand-Up-Comedian tritt nach ihm auf und macht sich über Georges schlechte Stimmung lustig. Am nächsten Tag erhält Ira dann einen Anruf von George mit einem Jobangebot. Er soll Georges persönlicher Assistent werden und für ihn Gags schreiben. Nachdem das eine Zeit lang recht gut funktioniert weiht George Ira in seine Krankheit ein. Niemand sonst darf davon wissen. Sie machen gemeinsam Arztbesuche und Ira übernachtet bei George. Später überredet Ira George dazu auch Familie und Bekannten von der Krankheit zu erzählen. Dabei nimmt George auch Kontakt zu seiner Jugendliebe Laura auf. Diese ist mittlerweile verheiratet und hat zwei Kinder. Die alte Liebe flammt wieder auf, da Lauras Ehemann häufig auf Geschäftsreisen ist und ebenfalls im Verdacht steht eine Affäre zu haben.

Die technische Umsetzung des Films ist in Ordnung. Die Schauspieler nuscheln ab und an allerdings etwas stark. Die Witze der Comedians beschränken sich in den meisten Fällen auf den Genitalbereich, was spätestens nach dem dritten mal bereits unlustig ist. Die beiden parallelen Liebesgeschichten von Ira und Dasy, sowie George und Laura werden ganz gut eingefädelt aber etwas zu stark vernachlässigt. Auch das Herumgehacke auf der Herkunft von Lauras Ehemann, der Australier ist, macht nur kurz Spaß.

Wie das Leben so spielt ist ein Paradebeispiel dafür, wie man einen interessanten Stoff durch langatmige, aber belanglose Dialoge zu Grunde richten kann. Es kam bei uns schnell das Gefühl auf, der Film wäre doppelt so lang, wie er tatsächlich war. Hätte man den Film auf weniger als 2 Stunden eingedampft, hätte er vielleicht zu mehr getaugt. Ich hatte allerdings auch mit mehr Komödie und weniger Tragik gerechnet, schließlich haben wir es hier mit Adam Sandler zu tun. Der Streifen ist also nichts für einen kurzweiligen DVD-Abend unter Freunden. Um ihn genießen zu können benötigt man einen langen Atem und Freude an dieser Art eine Geschichte zu erzählen.

Links zum Film

24Jan/100

Fast wie Politiker: Symbolismus

Geschrieben von Teo

Der Impressionismus war nicht der einzige Stil, der sich zur Jahrhundertwende vom bis dahin gültigen Kunstbegriff verabschiedete. Es entwickelten sich zahlreiche eigene Philosophien und deren Ausdrucksweisen in der bildenden Kunst. Darunter auch die Richtung des Symbolismus.

Die Künstler des Symbolismus warfen dem gängigen Kunstverständnis des Realismus vor, nicht in das Wesen eines Motivs vorzudringen. Es werde zwar die Oberfläche teils fotorealistisch abgebildet, das reiche aber nicht. Der Symbolismus drehte den Spieß um. Was hier zählt ist eine Idee. Diese wird nie konkret abgebildet, sondern immer nur indirekt durch Symbole dargestellt. Die Ausdrucksformen dieser Theorie umfassen ein sehr großes Spektrum, weshalb man Bilder und Skulpturen des Symbolismus nicht immer direkt einordnen kann. Die offensichtlichen Motive orientieren sich allerdings meistens an Vorbildern aus der Antike oder biblischen Szenen. Der angedeutete und konstruierte Kern dieser Symbole befasst sich in vielen Fällen mit Reinheit, dem Edlen oder dem Erhabenen. Es waren aber auch Meditationen oder Abbildungen von Gefühlen üblich. Der Name dieser Richtung entstammt dem symbolistischen Manifest vom französischen Dichter griechischer Abstammung Jean Moréas.

Der Symbolismus gilt als eine wichtige Zwischenstufe vom Realismus bzw. dem Naturalismus zum Expressionismus und verwandten Kunstformen. Häufig wird im gleichen Atemzug mit dem Symbolismus auch der Jugendstil genannt. In Deutschland stach vor Allem Franz von Stuck als Symbolist hervor.